Mittwoch, 14. Oktober 2020

Austauscharchäologinnen im Bergwerk Hallstatt - Danke, bis zum nächsten Mal!

Auch heute erzählen die beiden "Austauscharchäologinnen" Julia Bucher und Svenja Pohl von ihrer vierwöchigen Teilnahme an den Ausgrabungen im Hallstätter Salzberg:

Das Team beim Diskutieren eines Fundes.
(Bild: J. Bucher - NHM Wien)
Fasziniert hat uns, wie sehr die Arbeit im Hallstätter Salzberg durch Kreativität, Innovation und Tradition geprägt ist, und zwar sowohl jene der bronze- und eisenzeitlichen Bergleute wie auch jene der Archäologen des 21. Jahrhunderts. Innovation hat hier quasi Tradition, und einige der Hallstätter Innovationen werden bis heute verwendet. Da sind z.B. die Schwinge und die Kratze, ein Holzgeräte-Duo, das sich hervorragend zum Zusammenkehren und Ausfördern von kleinteiligem Gesteins- oder Erdmaterial eignet. Es wurde spätestens von den bronzezeitlichen Bergleuten erfunden und wird noch heute bei der Ausgrabung zu genau diesem Zwecke eingesetzt (natürlich Repliken davon), den es einfach optimal erfüllt. Ebenso scheinen die prähistorischen Pickel zum Abbau des Salzes, die herzförmigen Salzbarren oder die berühmte hölzerne Stiege, ein Meisterwerk des Holzhandwerks, Hallstätter Eigenkreationen gewesen zu sein, die sich selbst vom nahegelegenen Dürrnberg unterschieden.

Tägliche Arbeiten auf der Waschanlage um die
Funde bereit zur Konservierung zu machen.
(Bild: J. Bucher - NHM Wien)
Bis heute stellt die archäologische Forschung am und im Salzberg das Grabungsteam täglich vor neue Herausforderungen, für die individuelle Lösungen gefunden werden müssen. Sowohl für den Abbau als auch die Ausförderung in den engen Stollen braucht es nicht alltägliche Werkzeuge, Rutschen, Stiegen und Seilzüge, die auch immer den neuen Grabungssituationen angepasst werden. Die täglich eingesetzte sogenannte Fundrutsche beispielsweise wurde schon vor vielen Jahren entwickelt und ermöglicht das effiziente und schonende Sichten des Fördermaterials und Auslesen der Funde quasi am „Laufband“. 

Sowohl hinsichtlich der speziellen, z.T. fragilen Funde als auch der grossen Fundmengen sind massgeschneiderte Abläufe und Geräte im Einsatz (z.B. die mittlerweile zwei eigens entwickelten Fundwasch- /Schlämmanlagen oder die Klimakisten). Eine der neusten Spezialentwicklungen ist die Vorrichtung für die über 10 m langen Prospektionsbohrungen im Berg, die nach mehreren Testphasen jetzt richtig gut funktioniert. 

Julia und Svenja auf großer Fahrt über
den Hallstätter See - im Fellboot.
(Bild: D. Brandner - NHM Wien)
Es hat uns beeindruckt, wie ausdauernd und innovativ hier laufend an Methoden und Geräten getüftelt, gebaut und optimiert wird. Und wie darüber hinaus immer wieder neue, interdisziplinäre Ansätze und Kooperationen und andere Blickwinkel gesucht werden, um den kleinen und grossen Forschungsfragen des Fundortes und der Fundlandschaft Hallstatt auf die Spur zu kommen. Dabei werden alle Teammitglieder in die Entwicklungsprozesse einbezogen. Der tägliche Austausch des Teams über aktuelle Arbeiten, Probleme und Ideen und immer wieder auch Team-interne Weiterbildung durch Vorträge oder Kurzexkursionen ermöglichte es auch uns, unsere Erfahrungen einzubringen und an Diskussionen und Weiterentwicklungen mitzuwirken. Und nicht zuletzt ist die Vermittlungsarbeit ein wichtiges Thema, sei es über Führungen, die Zusammenarbeit mit den Salzwelten, Schulklassenprojekte, Filmarbeiten oder natürlich dieser Blog. Auch in Zeiten von Corona, wo es halt z.T. wieder neue Wege braucht.

Fertige Rekonstruktion eines Grasseiles,
wie wir es im Berg oft finden.
(Bild: J. Bucher - NHM Wien)
Das Leben ausserhalb des Bergs findet im archäologischen Zentrum in der alten Schmiede statt, das als Grabungshaus dient und direkt in der (prä-)historischen Industrielandschaft des Salzbergtals liegt. Abends und am Wochenende betätigten wir uns, ebenfalls ganz in Hallstätter Tradition, in der Werkstatt, wo wir alte Handwerkstechniken erprobten und Objekte für den experimentellen Einsatz nachbauten. Das ist an diesem Ort besonders wichtig: nur dank zahlreicher praktischer Versuche mit originalgetreuen Repliken versteht man heute die Funktion vieler Objekte aus dem Bergwerk und es können Arbeitsabläufe und deren Dauer (und damit Hochrechnungen zum Produktionsumfang) rekonstruiert werden. Wir ernteten z.B. Raschgras (Carex brizoides) und stellten daraus durch verzwirnen eine Grasschnur und ein grosses lockeres Grasseil her, das wir zu einer dichten und wasserfesten Matte in Form eines Wulsthalbgeflechts banden. Deren Eignung als Knieschutz im Fellboot muss noch erprobt werden. Das Fellboot selbst, das letztes Jahr gebaut wurde, um es als mögliches Transportmittel für das Salz auf dem Wasserweg zu testen, durften wir erstmals zu viert über den idyllischen Hallstättersee steuern – hoffentlich nicht das letzte Mal!

Der Ort und vor allem das Team waren es auch, die diese vier Wochen zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben. Alle waren hochmotiviert, engagiert und immer bereit, fachliche und andere Ideen zu diskutieren und manchmal auch gleich in die Tat umzusetzen. Die meisten sind schon mehrere Jahre dabei, es stossen aber auch immer wieder neue Leute hinzu, auch aus anderen Nationen und Fachdisziplinen. Diese Mischung war sehr bereichernd. Und allen gemeinsam ist die uneingeschränkte Leidenschaft für das Projekt. Selbst der kulturell-kulinarische Austausch kam nicht zu kurz, schliesslich galt es, sich den lukullischen Massstäben vergangener Bergwerkskampagnen anzunähern. Wir finden, gemeinsam haben wir einen grossen Schritt in diese Richtung getan!

Es bleibt uns nur noch, DANKE zu sagen, in erster Linie an Hans, aber natürlich auch an das ganze Team, dafür, dass wir Teil der Kampagne 2020 sein durften, für die Offenheit, die Kameradschaft, das unglaublich reichhaltige Fachwissen, die Gespräche, das gute Essen. Wir behalten die Zeit in allerbester Erinnerung und hoffen, wir sehen uns wieder! 

von Julia Bucher und Svenja Pohl

Beim Ernten des Rohmaterials Raschgras in der Umgebung von Hallstatt. (Bild: J. Bucher - NHM Wien)

Dienstag, 6. Oktober 2020

Archäologie mal anders - Austauscharchäologinnen im Bergwerk von Hallstatt

Schaufel, Spaten und Kelle wurden weggelegt, dafür nahmen wir Stirnlampe, Presslufthammer und Pfriemel zur Hand. Und das waren nicht die einzigen Umstellungen zum normalen Arbeitsalltag als Archäologinnen, die unsere vierwöchige Grabungsteilnahme in Hallstatt geprägt haben.

Wir, das sind Svenja Pohl aus Wettenberg in Hessen (D) und und Julia Bucher aus Zürich (CH).

Julia: An der Universität Zürich habe ich Prähistorische Archäologie/Anthropologie studiert und arbeite seit bald 5 Jahren bei der Zürcher Stadtarchäologie. Meine Interessen liegen u.a. in den Bereichen Handwerk, Archäometrie, Geoarchäologie, Experimentelle Archäologie, Chaîne opératoire, Vermittlung und Visualisierung, Prospektion und montane Archäologie, die ich im Rahmen von Auswertungen, Praktika oder durch die Teilnahme an Forschungsprojekten teilweise vertiefen konnte. Durch ein Projekt der Uni Zürich zum Kupferbergbau im Oberhalbstein (Graubünden, CH) bin ich mit der Bergbauarchäologie in Kontakt gekommen – und bisher nicht mehr davon los. Einmal am Bergbauort Hallstatt im Team des NHM Wien auszugraben war ein lange gehegter Wunsch und ist eine unschätzbare Erfahrung, die mir noch lange in allerbester Erinnerung bleiben wird.

Svenja: Bei der Grabungsfirma SPAU in Mittelhessen arbeite ich seit zwei Jahren als Grabungshelferin, in der Fundverwaltung und im Tourismus. Parallel studiere ich an der Philipps-Universität in Marburg und mache meinen Master in Prähistorischer/ Geoarchäologie. In diesem Rahmen habe ich das vierwöchige Praktikum hier absolviert und einige neue und sehr interessante Erfahrungen gemacht, die mich als Archäologin und als Person bereichert haben.

Erste Arbeiten mit dem Presslufthammer.
(Bild: D. Brandner - NHM Wien)

Unsere Arbeit im Berg bestand vor allem zu Beginn darin, das Heidengebirge (das bronzezeitliche Nutzungs- und Versatzmaterial in den Abbaukammern) im Christian von Tusch-Werk über Wannen und Schubkarren zu fördern und noch vor Ort sorgfältig nach Funden durchzuschauen. Diese wurden dann geborgen, beschriftet und für den Transport ins Fundlabor vorbereitet. Auf diese Weise bekamen wir schnell einen Überblick über das außergewöhnliche Fundspektrum. Dieses hat natürlich einerseits damit zu tun, dass man hier die Reste hochspezialisierter bergbaulicher Abläufe und damit verbundener Werkzeuge und Baukonstruktionen vor sich hat.

Darüber hinaus aber bleiben Objekte im salzhaltigen Milieu so gut erhalten, dass sie manchmal wirken, als seien sie erst gestern dort deponiert worden. Dadurch hat man es hier auch mit Materialien zu tun, die man sonst als Archäolog*in nie oder nur sehr selten in Händen halten darf, wie Schnüre aus Bast und Gras, Handschuhe aus Rohhaut oder feine Wolltextilien. Selbst die vielen Objekte und Bauelemente aus Holz zeigen kaum Abbauerscheinungen und riechen sogar beim ansägen- oder bohren wie frisch aus dem Wald. 

Durchsuchen des Materials auf Funde im Berg.
(Bild: D. Brandner - NHM Wien)

Auf den meisten Ausgrabungen auf trockenem Landboden, wie sie z.B. die SPAU in Hessen in großem Maßstab durchführt, beschränkt sich das Fundspektrum meist auf Objekte aus Keramik, Stein und je nach Erhaltung Knochen und etwas Metall, ein ganz anderes Bild. Die Vielfalt an Resten aus dem Alltag der bronzezeitlichen Bergleute in Hallstatt macht einem erneut bewusst, wie viel uns an anderen Fundorten mit weniger guter Erhaltung fehlt. In einigen Feuchtbodensiedlungen des Schweizer Mittellandes, z.B. am Zürichsee, sind ebenfalls organische Funde erhalten, so dass auch Vergleiche zu Hallstatt möglich sind.

Da deren Zellen aber teilweise abgebaut sind, müssen sie aufwendig konserviert und gelagert werden, wohingegen die Funde aus Hallstatt nach dem Entsalzungsbad an der Luft getrocknet werden können und stabil bleiben. Ein riesiger Vorteil und ein Glückfall, denn anders wären die enormen Fundmengen kaum zu bewältigen.

Die Profile enthalten die essentielle Information für die
Archäolog*innen. (Bild: D. Brandner - NHM Wien)

Spezielle Methoden erfordert auch das Ausgraben selbst und die Dokumentation unter Tage. Das stark komprimierte, aber zähe Heidengebirge aus hauptsächlich Lehm und tausenden von Leuchtspänen kann meist nur mit dem Presslufthammer gelöst werden. Der Abbau kann zu Beginn oft nur horizontal vorwärts erfolgen, manchmal sogar aufwärts, also über Kopf, und erst später an ausgewählten Stellen abwärts nach Fundschichten und in der Fläche, wie man es sonst von archäologischen Grabungen kennt. Dadurch entstehen viele Profile. Die verschiedenen Verfüllschichten und damit die Geschichte der Verfüllung ist also hauptsächlich in senkrechten Querschnitten durch die Abbaukammern sicht- und interpretierbar. Ähnliche Situationen hat man z.T. noch in städtischen Ausgrabungen, wo archäologische Reste oft nur in schmalen und tiefen Werkleitungsgräben dokumentiert werden können und man ebenfalls lernen muss, in den Profilen zu „lesen“. 

In den meisten Fällen graben Archäolog*innen aber flächig von oben nach unten (bei grossen Bauprojekten auch mal mehrere Hektaren). So hat man schneller einen Überblick über die erhaltenen Strukturen, der zeitliche Zusammenhang ist aber manchmal schwieriger zu erfassen. Im Salzbergwerk ist viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl nötig, um die komplexen Befunde zu entdecken, gezielt auszugraben und schließlich zu interpretieren und zu rekonstruieren. Umso mehr hat es uns gefreut, dass wir auch beim Schichtabbau, dem feinen Freilegen von Hölzern und Fundobjekten in situ sowie der Dokumentation Hand anlegen durften.

Das Fotografieren der Befunde ist auf dem engen Raum
oft schwierig. (Bild: D. Brandner - NHM Wien)

Auch das Fotografieren ist unter den herrschenden Lichtbedingungen eine Herausforderung. Um Räume sichtbar zu machen, sind mehrere Lichtquellen bzw. Blitzgeräte nötig (und natürlich Personen bzw. „Fluchtstangen“ als Größenvergleich). Die Dokumentation der Grabung erfolgt zusätzlich in 3D mittels Image Based Modelling aus zahlreichen Einzelbildern. Die planerische Dokumentation und Befundinterpretation auf der Grabung erfolgen dann bereits anhand von aus dem Modell generierten Orthofotos.

Die Methode etabliert sich auch bei uns immer mehr im archäologischen Alltag, es fehlt aber vielerorts noch die Erfahrung, die in Hallstatt schon vorhanden ist. Eindrücklich ist hier die nun bestehende umfassende 3D-Aufnahme sämtlicher Stollen und Werke im Berg und deren Integration in ein einziges großes digitales Modell. So lassen sich Zusammenhänge extrem schnell erfassen, das Vorgehen bei der weiteren Erforschung kann gezielt geplant werden.

Das Modell ist auch zentral für eine der momentanen Forschungsfragen: jene nach der Größe der Abbaukammern und damit des Produktionsumfanges einzelner Zeitabschnitte, konkret hier der späten Bronzezeit. Ergebnisse aus den laufenden Prospektionsarbeiten, u.a. mittels Bohrungen und Geophysik, die dieser Frage nachgehen, werden laufend integriert (wir hatten sogar die Gelegenheit, bei den diesjährigen Geoelektrikmessungen zu assistieren). Für uns ist dies die Richtung, in welche die archäologische Forschung, Dokumentation und Visualisierung generell gehen sollte, und wir nehmen viel Ideen und Inspiration für unsere Arbeit mit (danke Daniel!). 

von Julia Bucher und Svenja Pohl

Mittwoch, 30. September 2020

Universum History Hallstatt - Fellboot und Scheiterhaufen

Willkommen zurück für Teil 3 unsere Blogreihe zu den Dreharbeiten für die "Salzsaga", eine Universum History Produktion des ORF und Degn-Film.

Ruderunterricht im Fellboot mit Hans Reschreiter am
Hallstätter See.
(Bild: V. Laaha - NHM Wien)

Nachdem wir die Aufnahmen im Bergwerk erfolgreich beendet hatten, wurden die für die verschiedenen Szenen verwandelten Räumlichkeiten rasch wieder in ihren Urzustand versetzt. In nur wenigen Stunden von eisenzeitlicher Abbaukammer zurück zum modernen Vermittlungsraum eines Besucherbergwerks. Das bedeutete vor allem Leuchtspäne zusammenrechen, die als Betriebsabfall auch den Boden zur prähistorischen Kulisse machten, rekonstruiertes Werkzeug und Arbeitsgerät fortschaffen und getarnte Notausgangsschilder wieder sichtbar machen.

In atemberaubender Kulisse wird mühsam der
Scheiterhaufen gebaut. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)
So konnte der letzte Tag dafür genutzt werden um weitere Drehorte in nächster Umgebung abzuklappern. Die nächste Szene enthielt eine Bootsfahrt am Hallstätter See, welche wieder mit Hilfe der Archäologie so authentisch wie möglich dargestellt wurde. Hans Reschreiter und Fanny Krausz stiegen zusammen in unser im Vorjahr experimentell gebautes Fellboot und stachen in See. So lernte Fanny Krausz im Nu die anfangs etwas knifflige Rudertechnik um später auf sich selbst gestellt dem Weg des Salzes über den See zu folgen.

Das Team ist sichtlich stolz, die Brandbestattung ist bereit.
(Bild: C. Fasching - NHM Wien)
Den Abschluss machte dann noch ein spannendes Event mit ganz besonderer Stimmung: ein am Salzberg aufgebauter Scheiterhaufen sollte bei Sonnenuntergang entzündet werden. Vor malerischem Bergpanorama und Vollmond im Hintergrund entfachten die Pyrotechniker der Firma Sturtzel Spezialeffekte ein Schauspiel, welches hier in Hallstatt wohl seit der Urgeschichte nicht mehr gesehen wurde.

Doch hierbei wollen wir nun nicht mehr zu viel verraten und hoffen, dass wir etwas Vorfreude auf diesen Film wecken konnten, denn das Ganze wird dann demnächst im ORF und in ganzer Länge zu genießen sein.

von Valentina Laaha und Christian Fasching
 

Zur Realität erwachte Lebensbilder - eine eisenzeitliche Brandbestattung im Hochtal von Hallstatt.
(Bild: C. Fasching - NHM Wien)

 

Dienstag, 22. September 2020

Einblicke in die Ausgrabung im Salzbergwerk 2020

Halbzeit! Mittlerweile ist die archäologische Ausgrabung im Salzbergwerk von Hallstatt zur Hälfte vorbei, darum geben wir heute mit unserer Fotostrecke einen Einblick in die Arbeiten im Bergwerk, die Bergung der Funde und deren Bearbeitung in der Alten Schmiede, der Außenstelle des Naturhistorischen Museums Wien. Viel Spaß!

Malerischer Frühherbst im Hallstätter Hochtal – kurz nach Sonnenaufgang machen wir uns auf den Weg unter Tage. (Bild: D. Brandner - NHM Wien)

Die Arbeiten in der „Westend“ genannten Nische der bronzezeitlichen Abbaukammer werden auch heuer fortgesetzt. (Bild: D. Brandner - NHM Wien)

Mit Hochdruck wird am Profil durch den bronzezeitlichen Betriebsabfall gearbeitet. In den nun freigelegten älteren Ablagerungsschichten wurde eine große Funddichte angetroffen. (Bild: D. Brandner - NHM Wien)

Abtransport des abgebauten prähistorischen Betriebsabfalls aus der Fundstelle.
(Bild: D. Brandner - NHM Wien)

Die bronzezeitliche Abbaukammer wurde vor 3000 Jahren mit Lehm und Kalksteinen von der Oberfläche verfüllt. Um die Grenzen der prähistorischen Hohlräume zu finden werden dutzende Meter an Prospektionsbohrungen angelegt. (Bild: D. Brandner - NHM Wien)

Fundentsalzungs- und Oberflächenfreilegungsanlage in Vollbesetzung.
(Bild: C. Fasching - NHM Wien)


Zur schonenden Entsalzung werden die Fundstücke aus organischem Material in Wasserbäder gelegt. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)


Zu unseren fragilsten Funden zählen Gras- und Bastschnüre. Diese werden durch eine ausgebildete Restauratorin vor dem Entsalzen im Wasserbad sorgfältig in feine Netze eingenäht. (C. Fasching - NHM Wien)

Damit sich die Funde aus organischen Materialien beim Trocknen nicht zu sehr verformen, werden sie mit maßgeschneiderte Pads, die mit feinen Glaskugeln gefüllt werden, beschwert. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Von den abgebauten Schichten des prähistorischen Betriebsabfalls werden Schlämmproben entnommen, welche nach der Freilegung und Entsalzung vor Ort sortiert werden. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Die bronzezeitliche Fundstelle wurde durch den Bergbau im 18. Jahrhundert zufällig entdeckt, weshalb auch „moderne“ Bretter wie dieses zu unserem Fundmaterial gezählt werden. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)


Die fertig entsalzenen und freigelegten Funde (hier im Bild: Pickelstielfragmente) werden zum Trocknen aufgelegt. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Regelmäßig werden die neuen Funde und Befunde im Team besprochen.
(Bild: C. Fasching - NHM Wien)