Dienstag, 25. August 2020

Forschung hautnah mit Sicherheitsabstand - Archäologie am Berg 2020

Auch dieses Jahr ist die Archäologie am Berg im Hallstätter Hochtal letztes Wochenende über die Bühne gegangen. Von A wie Archäologie bis Z wie Zoologie waren viele Fachrichtungen, die die Geschichte Hallstatts erforschen vertreten, unter anderem die Holzforscher*innen der Universität für Bodenkultur, Sedimentologen der Universität Innsbruck sowie Anthropologie, Restaurierung und Textilforschung des Naturhistorischen Museums Wien. Das alle Disziplinen verbindende Thema der Hallstattforschung war aus aktuellem Anlass "Ressourcen, Krisen, Nachhaltigkeit". Der Bogen wurde gespannt von den verschiedener Methoden über den Umgang unserer Vorfahren mit den ihnen zu Verfügung stehenden Rohstoffen, bis zur Wertigkeit von Ressourcen in der heutigen Gesellschaft. Auch die Krisenvorsorge mit dem Notstromaggregat und die Ausrüstung der Grubenwehr der Salinen Austria AG wurden vorgestellt. 

Die Sicherheitsmaßnahmen aufgrund der anhaltenden Ausbreitung des COVID-19 Virus mit dem Wunsch zu vereinen, Interessierten die Hallstattforschung hautnah zu vermitteln war eine Herausforderung. Doch dank guter Planung in Kooperation mit den Salzwelten Hallstatt, einer Anpassung der räumlichen Aufteilung und nicht zuletzt großem Verständnis und Disziplin seitens der Besucher*innen war es trotzdem möglich. Fast 2000 Besucher*innen pro Tag kamen ins Salzbergtal um zu erfahren, was für neue Erkenntnisse, Methoden oder Visualisierungen es gibt. Vor allem die vielen positiven Rückmeldungen, die Begeisterung und oft auch das Erstaunen der Menschen, die mehr über unsere Arbeit erfahren wollen, machen die Archäologie am Berg zu einer so lohnenswerten und befriedigenden Erfahrung, die immer aufs Neue motiviert und ein Highlight des Jahres ist.

von Fiona Poppenwimmer und Hans Reschreiter

Prächtiges Wetter und eine fabelhafte Kulisse bei der ersten Station im Hochtal von Hallstatt.
(Bild: C. Fasching - NHM Wien)


Die brandneuen digitalen Visualisierungen und die Rekonstruktionen urgeschichtlicher Werkzeuge zum Anfassen vermitteln ein lebendiges Bild des prähistorischen Bergbaus. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Schon vor 3000 Jahren wurde der Wald rund um das Hallstätter Bergwerk bewirtschaftet. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Wie jedes Jahr war auch die Ausgrabung am Gräberfeld Hallstatt live zu besichtigen. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Am rekonstruierten Surbecken erklärten die Archäozoologen des NHM Wien die bronzezeitliche Speckproduktion. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)
Anthropologen können anhand von Knochen und Zähnen aus dem Gräberfeld von Hallstatt herausfinden, mit welchen Krisen unsere Vorfahren fertig werden mussten. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Spielerisch erfährt man an der anthropologischen Station alles über die Bestattungen am eisenzeitlichen Gräberfeld und was die Skelette und noch an Information zu Ernährung und Krankheiten der Bergleute geben. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Die Sedimentologen der Universität Innsbruck zeigen, wie die Ablagerungen im Hallstätter See Aufschluss über die Waldwirtschaft und den Umgang der prähistorischen Bevölkerung mit ihrer Umwelt geben. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Wo selbst Hand angelegt werden kann, wie beim Drehen von Bastseilen, muss natürlich vorher desinfiziert werden. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Brandneue Informationsfilme inklusive Animationen und Visualisierungen können in ihrer Entstehung beobachtet werden. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Besucher*innen erfahren alles über die Datierung der urgeschichtlichen Funde mittels Dendrochronologie. (Bild: C. Fasching)

Bei einem Einblick in die Restaurationswerkstätte sehen Besucher*innen, wie Keramikfunde wieder zusammen gesetzt werden. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Praktikant*innen unterschiedlicher Schulen zeigten ihr Visualisierungsprojekt zur Textilforschung in Hallstatt. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Wie viel Energie in einem Kilo Holz steckt, wird beim Salzsieden getestet. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Die Textilforschung in Hallstatt beleuchtet den aufwändigen Herstellungsprozess und die Wertigkeit dieser Ressource. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)
Die Textilproduktion erfordert viel Geduld und Arbeitseinsatz. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)

Vielen Dank an alle Beteiligten, die mit großer Begeisterung und viel Elan auch heuer die Archäologie am Berg zu einem Erlebnis machten. (Bild: C. Fasching - NHM Wien)


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