Donnerstag, 21. Juni 2018

Sehen, hören, ausprobieren - Der neue Vermittlungs- und Praxisraum

Die Firma Scenomedia und
Mitarbeiter der Salzweltenbeim
Aufbau des neuen Praxisraumes.
(Bild: H. Reschreiter - NHM Wien)
Für BesucherInnen Hallstatts gibt es viele Möglichkeiten, tief in die Materie der Archäologie einzutauchen. Zusätzlich zur Besucherstrecke der Salzwelten können prähistorische Expeditionen gebucht werden, es gibt spezielle Projekttage für Schulklassen, Exkursionen von KollegInnen aus der Wissenschaft und auch Führungen für Presse und Gäste der Salinen Austria AG.
Schon immer war der "Edlersberg Warteraum" die erste Station im Berg, wo die BesucherInnen eine kurze Einführung in den prähistorischen Bergbau bekommen und im Anschluß, mit den hier gelagerten Rekonstruktionen der Hallstätter Arbeitsgeräte, den Ablauf der urgeschichtlichen Salzproduktion ausprobieren konnten.

Vermittelt wird der Stellenwert des ältesten Salzbergwerkes der Welt, welche einzigartigen Einblicke es uns durch die Erhaltung der Funde bietet und wie das Naturhistorische Museum in Kooperation mit der Salinen Austria AG und der Salzwelten GmbH diese seit Jahrzehnten erforscht.



Die Lebensbilder und Displays sind
fertig - die Besucher können
kommen.
(Bild: H. Reschreiter - NHM Wien)
Um diese Vermittlung noch anschaulicher zu gestalten, wurde der "Edlersberg Warteraum" dieses Frühjahr auf Betreiben der Salzwelten GmbH völlig überarbeitet und von der Firma Scenomedia in Zusammenarbeit mit der archäologischen Hallstattforschung neu gestaltet.

Sowohl der bronze- als auch der eisenzeitliche Bergbau werden durch aufkaschierte Lebensbilder illustriert, die von lebensgroßen Figuren unterstützt werden. Diese sind nach dem derzeitigen Forschungsstand zur Kleidung prähistorischer Bergleute gestaltet.

Die Rekonstruktionen der urgeschichtlichen Werkzeuge - Pickel, Tragsack, Bastseil und mehr - laden die BesucherInnen zum Entdecken und Ausprobieren ein. Ein großer Schaukasten mit unterschiedlichesten Materialien zeigt die früher verwendeten Rohstoffe und betonen wiederum die außergewöhnliche Funderhaltung im Salz.


Mithilfe eines großen Monitors und eines Tablets ist nun eine große Variation an Daten - Fotos, Grafiken, Filme - jederzeit auf Knopfdruck verfügbar. Damit kann nicht nur das gebotene Programm auf jede Gruppe individuell abgestimmt, sondern auch auf Fragen der BesucherInnen schnell und ausführlich eingegangen werden.

Der neue Informations- und Praxisraum kann sich also sehen lassen und wird es uns in Zukunft erleichtern noch mehr Leuten einen noch genaueren Einblick in unsere Arbeit und Forschung zu geben.

von Fiona Poppenwimmer
Die ersten SchülerInnen, die im neuen Praxisraum die Besonderheiten von Hallstatt - Arbeitsabläufe, Werkzeug und Kleidung - erleben und ausprobieren können.
(Bild: H. Reschreiter - NHM Wien)

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