Donnerstag, 4. August 2016

Ziegensack und Laserscan - Archäologie am Berg 2016



Bei der experimentellen Archäologie kann
Bronze gegossen werden (Bild: C. Löw - NHM Wien)
Am 20. und 21. August ist es wieder so weit. Die Archäologen versammeln sich in der Außenstelle des Naturhistorischen Museums Wien, am Hallstätter Salzberg, um allen Interessierten ihre Arbeit und ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren. 

Wie immer wird es an diesem Wochenende wieder viele Stationen geben, bei denen man sich von 10.00 bis 17.00 Uhr über alle archäologischen Themen rund um Hallstatt informieren kann: 

Wie sieht eigentlich eine archäologische Ausgrabung im Berg aus? Wie werden die Funde behandelt und konserviert? Wie wurden Bronzepickel hergestellt und verwendet? Was steckt hinter der Technik von Rasterelektronenmikroskop, Laserscanner und Co? Wie lebten und arbeiteten die Hallstätter Bergleute der Bronze- und Eisenzeit? Was haben Geoelektrik und Pollenanalysen mit Archäologie zu tun? 
Anke Bacher zeigt, wie die Funde aus dem  Bergwerk
weiter behandelt werden (Bild: C. Löw - NHM Wien)
Für diese und hoffentlich viele weitere Fragen wird das Team des Naturhistorischen Museums und seiner Forschungspartner zur Verfügung stehen. Es werden Mitarbeiter der Ausgrabungen im Bergwerk und dem Gräberfeld von Hallstatt, Kollegen vom Institut für Holzforschung der BOKU Wien, des Ludwig Boltzmann Instituts, der Geologischen Bundesanstalt und viele weitere Experten anreisen. 

Auch die experimentelle Archäologie wird wieder nicht zu kurz kommen und unter anderem Holzarbeiten, Bronzegießen und Lederverarbeitung vorführen. 

Beispielsweise können die Besucher miterleben, wie aus einem Stück abgezogener Ziegenhaut eine Replik des eisenzeitlichen Rucksacks aus Hallstätt wird. 
Diese Experimente sind hilfreich und notwendig dafür, dass Leben der prähistorischen Bergleute nachvollziehen und genauer hinterfragen zu können. 

Damit für alle hungrigen Besucher gesorgt ist, wird auch wieder „archäologisch“ gekocht werden. Speisen wie das bekannte Hallstätter Ritschert standen immerhin schon in der Eisenzeit auf dem Speiseplan. 

Wir freuen uns auf spannende Gespräche und viele interessierte Besucher.

 (von Fiona Poppenwimmer)

Interessante Gespräche zwischen ArchäologInnen und BesucherInnen
(Bild: A.W. Rausch - NHM
Wien)
 

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