Mittwoch, 11. Mai 2016

Alles neu, macht der Mai! - Endlich wieder unter Tage


Die Mai Kampagne geht weiter. Erstmals dieses Jahr sichten wir den Zustand unserer bronzezeitlichen Fundstelle. (Red.)

Einfahren ins Salzbergwerk Hallstatt
(Bild: D. Brandner - NHM Wien)
Heute gehts endlich wieder in unsere zweite Heimat, die heiligen Hallen, das Christian von Tusch Werk im Hallstätter Salzberg. Mit einigem Arbeitsmaterial im Gepäck, machen wir uns zur ersten Begehung der bronzezeitlichen Fundstelle in diesem Jahr auf. 

Ein erster Rundgang zeigt sofort: es gibt viel zu tun! Über den Winter hat der Berg wieder fleißig gewerkt. Auch die Dokumentation wollen wir vorantreiben. Zuallererst geht es also ans Putzen. Lockere Stellen an den Ulmen, den Seitenwänden der Stollen, müssen entfernt und heruntergebrochenes Material weggeräumt werden, damit Gerald Raab von der Firma CrazyEye weitere Fotos fürs Zusammenstellen der 3D Modelle der einzelnen Vortriebe machen kann.

Sanierung im Tusch Werk
(Bild: G. Raab - NHM Wien)
Natürlich können wir uns auch die eine oder andere Diskussion über den Befund nebenbei nicht verkneifen. Diese Diskussionen werden wir in den nächsten Tag wohl wieder intensivieren, da diese Woche auch dazu dienen soll, einen genauen Plan für die große Grabungskampagne im Herbst festzulegen. Was wird unser nächstes Ziel? An welchen Stellen werden wir dafür weiter arbeiten? Was muss alles saniert werden? Wo werden wir prospektieren?

Am Nachmittag kommen auch schon wieder Besucher: Lehrende und Studierende der Archäologie von der Universität Ljubljana sind gekommen, um ihren Kollegen in Österreich über die Schulter zu schauen. Immer wieder schön zu sehen, wie begeistert auch Leute, die das Bergwerk bereits vor einigen Jahren besichtigt haben, von den neu freigelegten Befunden sind. 

Viele spannende Fragen und Fachgespräche später, verlassen wir mit ihnen über die Besucherstrecke das Bergwerk, wo wir auch unserer Stiege wieder mal eine Visite abstatten können. 

Draußen hat der Himmel nach Manier des Salzkammergutes wieder einmal seine Schleusen geöffnet. Das wars wohl vorerst mit sonnigem Frühling. Macht nichts, dann gehen wir nur umso lieber in den Berg. 
(von Fiona Poppenwimmer)
Die Archäologen der Universität Ljubljana auf Besuch bei der bronzezeitlichen Stiege
(Bild: D. Brandner - NHM Wien)
 

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