Freitag, 12. Februar 2016

Hallstatt und die Experimentalarchäologie

Daniel Breineder wird seine Erfahrungen
im Bereich der Lederbearbeitung
in der Experimentalarchäologie
in Hallstatt einbringen.
(Bild: D. Breineder)
Von Hallstatt als einem der wichtigsten Fundorte Österreichs hatte ich zuvor natürlich schon gehört. Von der Vielzahl der organischen Funde, die dort bereits seit Langem zu Tage gefördert werden, war ich jedoch überrascht! Vor allem die darunter befindlichen Haut- und Lederfunde erweckten mein Interesse.

Auf jemanden, der sich sein Handwerk selber beigebracht hat, hat natürlich gerade die Experimentalarchäologie eine besondere Anziehungskraft. Sie ist in der Erforschung der Urgeschichtliche eine wichtige Disziplin, der im Rahmen des Studiums eigene Lehrveranstaltungen gewidmet sind.

So dauerte es nicht lange, bis ich mit einigen Kolleginnen und Kollegen aus dem Hallstatt Team ins Gespräch kam. Es stellte sich heraus, dass die große Bandbreite an Funden, die in den Tiefen des Berges geborgen werden wiederum jede Menge Fragen aufwerfen. Welchen Zweck erfüllten sie? Wie wurden sie hergestellt und welche Materialien wurden  verwendet? Viel Potenzial für wissenschaftliche Überlegungen und Experimente schien in ihnen zu schlummern.

In den folgenden Monaten werde ich mich daher dem Thema Rohhaut widmen. Ihre Gewinnung, Zurichtung und späteren Verarbeitung zu einer eisenzeitlichen Tragehilfe sollen Grundlage für meine darauf folgende Bachelorarbeit werden.

Eines steht bereits fest: Hallstatts archäologische Hautfunde haben Zukunft! 


(Von Daniel Breineder)
Aus dem Hallstätter Salzberg stammen ausgesprochen gut erhaltenen Leder-, Haut- und Fellfunde. (Bild: A. W. Rausch - NHM Wien)

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