Donnerstag, 23. April 2015

Bast so! - Mit Händen und Füßen zum Strang



Fertigen eines Einzelstranges für das Linden-
bastseil zu zweit. (Bild: Frank Findeiß)
Heute Teil 2 unserer kleinen Serie "Bast so!", in der wir berichten, wie es uns mit der Rekonstruktion des Lindenbastseiles aus dem Salzbergwerk von Hallstatt ergangen ist.



Nachdem wir das Rohmaterial für unser Bastseil sortiert und zur weiteren Verarbeitung vorbereitet hatten, machten wir uns an das Drehen der insgesamt drei Einzelstränge - entsprechend jenen, aus denen das originale Seil aus dem Salzberg von Hallstatt besteht. 

Die Einzelstränge haben wir alleine oder zu zweit gefertigt. 
Drehen eines Einzelstranges für das
Lindenbastseil. (Bild: Frank Findeiß)
Dabei haben wir zunächst das Ende eines Faserbündels an einem Stock befestigten. Die fertigen Teile des Stranges wurden auf diesen Stock aufgewickelt, den wir mit den Füßen kontrollierten. Dadurch konnten wir immer die notwendige Spannung erzeugen, die wir für ein gleichmäßiges Endergebnis brauchten. Nach fast jeder Drehung des Stranges mussten neue, einzelne Fasern eingearbeitet werden. 

Parallel zum Drehen der Einzelstränge, fertigten Wulf Hein und Rolf Palm von ArcTech noch je ein dünneres, dreischäftiges Seil. Diese Seile sollen genauso wie unsere Kopie des Seiles aus dem Christian von Tuschwerk diversen Belastungstest unterzogen werden.

Am Ende unserer Bemühungen lagen drei säuberlich aufgerollte Einzelstränge vor uns und warteten darauf, nun zu einem stabilen Seil verdrillt zu werden.


(Von Fiona Poppenwimmer und Hans Reschreiter)

Die aufgerollten Einzelstränge für das Lindenbastseil. (Bild: H. Reschreiter - NHM Wien)

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