Freitag, 13. Februar 2015

Next Level - Tag 12 des Wiederaufbaus

Die Hallstätter Stiege nimmt langsam Formen an.
(Foto: NHM - D. Brandner)
Stellen die beiden bisher an der neuen Schaustelle der Salzwelten Hallstatt aufgebauten Wangenteile das Grundgerüst für unsere Stiegenkonstruktion dar, fehlte sozusagen noch das entscheidende Merkmal, welches ihren Verwendungszweck erkennen lässt: Die Stufen. Endlich machten wir uns daher heute an die bereits sehnsüchtig erwartete Arbeit, die ersten Stiegenbretter einzusetzen.

Dabei wurde für uns wieder offensichtlich, wie gut das anscheinend in der Bronzezeit bereits bewährte Baukastensystem funktioniert. Nacheinander müssen wir abwechselnd die Auftritte und Distanzbretter in die dafür vorgesehene, in die Wangen eingelassene, Nut einhängen.

Speziell bei den Endstücken der Stiegenbretter handelt es sich um besonders beanspruchte Bereiche, die wir natürlich vor Beschädigungen schützen müssen. Wir haben uns daher dafür entschieden, die in der Bronzezeit für diesen Zweck genutzten Unterlagshölzer durch ein gut formbares Bett aus feinkörnigem Salz zu ersetzen. Dadurch lastet das Gewicht der Bretter nicht auf den in der Nut hängenden Zapfen, sondern wird gleichmäßig auf die passgenaue Unterlage verteilt.

Auf diese Weise wächst unsere Stiege nach bronzezeitlichem Bauplan, doch in einer den konservatorischen Ansprüchen geschuldeten Geschwindigkeit.

(von Daniel Brandner und Fiona Poppenwimmer)

Begeisterung: Es passt! (Bild: NHM - A. Rausch)

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