Mittwoch, 2. Juli 2014

Mitte April: Werkzeuge und ihre Spuren

Eine unserer vielen Fragen rund um die Stiege aus Hallstatt ist, ob man Hinweise finden kann, die uns Aufschluss auf die damals verwendeten Werkzeugarten geben. 
Die Hallstätter Stiege verrät Vieles
über prähistorische Werkzeuge.

Da bei den meisten Stiegenhölzern nur die Unterseite und die Enden freigelegt wurden, damit etwas vom „bronzezeitlichen Dreck“ für spätere Untersuchungen erhalten bleibt, ist es nicht immer möglich alle Spuren zu erkennen. Oftmals jedoch sind auf der Fläche oder auch an den Fasen Werkzeugspuren, vom Zurichten oder möglicherweise auch vom späteren Reinigen, erkennbar. Bei einigen Stiegenteilen kann man dann unterscheiden, ob eher ein pickel- oder doch ein dechselartiges Werkzeug benutzt wurde. Ein paar wenige der Stücke geben sogar die Möglichkeit, die Klingenbreite des verwendeten Werkzeugs festzustellen.

Des Weiteren waren an der Unterseite oftmals Hackspuren, entweder einzeln oder in Gruppen stehend, sichtbar und auch V-förmige/dreieckige Spuren konnten wir beobachten. Ob es sich hier um etwaige Markierungen handelt und wenn ja, was diese dann für eine Bedeutung haben könnten, ist unklar. Ein spannendes Thema, welches uns wohl noch einige Zeit beschäftigen wird.       


(Von Mara C. Koppitsch)

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